|
In
diesem Moment
betrat Torg die Mine und ging gleich auf einige Lingits los, die sich
zu spät erhoben hatten. »Wollt ihr wohl arbeiten,
ihr faulen Schmarotzer, oder soll ich euch die Flossen
stutzen!« schnaubte der Draugh lauthals und ließ
seine großen Scheren drohend aufeinander schlagen, worauf
sich die Lingits beeilten, ihre Plätze einzunehmen.
»Pass auf, heute hat er schlechte Laune!« raunte
Cherou Saira zu.
Sie warf einen kurzen Blick über die Schulter und sah, wie
sich der Draugh drohend hinter ihnen aufbaute. Wieder kroch die Angst
in ihr hoch. Obwohl sie sich vom vorherigen Tag noch nicht erholt
hatte, versuchte sie so schnell und konzentriert wie möglich
zu arbeiten, wenngleich ihr schon nach kurzer Zeit die Arme wieder
schmerzten. Auch die anderen Lingits arbeiteten noch verbissener und
die angstvolle Stille, die über der Mine lag, wirkte
äußerst beklemmend auf Saira. Doch ihr Martyrium
wurde noch verschlimmert, als Torg zu einem späteren Zeitpunkt
plötzlich einen der Lingits völlig grundlos anschrie
und ihn beschuldigte zu langsam zu arbeiten. Dann ergriff er schon den
Lingit mit seinen großen Scheren und zerrte ihn brutal nach
hinten. Der bettelte vergeblich um Gnade, als Torg ihn vor sich in den
Sand presste und anschließend mit extrem lauten Sonarimpulsen
traktierte. Sein Opfer wälzte sich schreiend und winselnd im
Sand, während Torg
|
ihn
gnadenlos
immer weiter quälte. Das Geschrei des Lingits war für
Saira kaum zu ertragen. Die Sonarimpulse waren selbst für sie
noch schmerzhaft laut, wie schlimm musste es dann erst für den
armen Lingit sein! Als Saira zögerte, zischte Cherou ihr zu:
»Mach weiter!« Saira warf ihm einen verzweifelten
Blick zu, befolgte aber seine Aufforderung. Torg machte keine
Anstalten, seine Bestrafung zu beenden, sondern quälte den
Lingit immer weiter mit seinem Sonar.
»Wann hört er denn nur endlich damit auf?«
flüsterte Saira den Tränen nahe.
»Kümmere dich nicht um ihn und arbeite weiter, sonst
bist du als nächstes dran!« zischte der Lingit neben
ihr drohend. Sein Blick ließ keinen Zweifel daran, wie ernst
er es meinte.
In diesem Moment beendete Torg endlich das Martyrium seines Opfers und
ließ ihn frei. Der Lingit schwamm torkelnd zu seinem Platz
zurück. Er zitterte so stark, dass er kaum sein Werkzeug
halten konnte.
»Lasst euch das eine Lehre sein! So wird es jedem von euch
gehen, der nicht richtig arbeitet!« rief Torg drohend und
baute sich wieder hinter den Lingits auf.
Saira war einerseits
erleichtert, andererseits hatte sie die grausame Bestrafung, die dazu
noch völlig unberechtigt war, so erschüttert,
|