Stein
der Finsternis
Leseprobe 3
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Keh
freute sich,
dass Hri sogar bereit war, ihm auf seinem Weg beizustehen. Er freute
sich so sehr darüber, dass er gar nicht mehr auf den Weg
achtete, der sie inzwischen zu einem herrlichen Waldsee
geführt hatte, in dem Hri schon als Kind gern gebadet hatte.
Ihr Warnruf kam zu spät, als Keh ganz in Gedanken versunken am
Ufer abrutschte und mit einem lauten Platsch im Wasser landete. Vor
lauter Verblüffung schluckte er erst mal eine ganze Menge
Wasser. Glücklicherweise war der See in Ufernähe
nicht tief, so dass er schnell wieder Boden unter den
Füßen gewann und sich prustend wieder aufrappelte.
Da stand er nun mit triefend nasser Kleidung zur Hälfte im
Wasser und sah ziemlich verlegen und verdattert zu Hri herauf. Obwohl
es um ihre Mundwinkel zuckte beherrschte sie sich und lachte ihn nicht
aus, obwohl sein Anblick in diesem Moment wirklich zu komisch war. Keh
war durchaus klar, was für ein jämmerliches Bild er
gerade abgab, deshalb war er Hri um so dankbarer, dass sie nicht
über ihn lachte. Statt dessen ging sie ein kurzes
Stück zu einer flachen Stelle am Seeufer und reichte ihm die
Hand, als er schniefend zu ihr hinüber watete. Als er wieder
am Ufer stand und seine triefenden Kleider betrachtete fand er seine
Beherrschung wieder und meinte schließlich lachend
»Na, das hab' ich ja mal wieder toll gemacht, ich kann doch
in den nassen Kleidern unmöglich weiterlaufen.« |
Das
brauchst du
doch gar nicht«, antwortete Hri amüsiert.
»Zieh sie doch einfach aus und lass sie in der Sonne
trocknen. Wir können ja solange zusammen hier baden.« |

